Hausruckhof – einst und heute

Zeitreisen sind eine lustige Sache – vor allem wenn man vieles auf Fotos noch erkennen kann. Das Reitzentrum Hausruckhof in Ampflwang im Hausruckwald hat eine sehr lange Geschichte. Heute noch kann man am Hausruckhof und in Ampflwang die Spuren der Geschichte erkennen. Alles begann mit der Erhebung Ampflwangs zum Tourismusort am 30.03.1961

Kohle und Bergbau in Ampflwang
Ampflwang war nicht immer für den Tourismus bekannt. Viel bekannter war der kleine Ort am Südhang des Hausruckwaldes wohl eher durch den Braunkohleabbau, der bereits im 18. Jahrhundert dort betrieben wurde. Die Ampflwanger Braunkohle war sehr begehrt, da der Schwefelgehalt unterdurchschnittlich gering war, jedoch waren die Transportwege durch den Hausruck seit jeher ein Problem mit dem die Ampflwanger kämpfen mussten.
Viele Bergarbeiter verloren ihre Arbeit, als in den 1980er-Jahren beschlossen wurde, den Kohlenabbau in diesem Gebiet zu beenden. Eine Lösungsstrategie musste gefunden werden. So entstand die Idee zum „Reiterdorf Ampflwang“. Es gab eine Kohlestiftung, welche es den Bergarbeitern ermöglichte Schulungen für andere Arbeiten zu machen und um die wirtschaftliche Stabilität der Haushalte zu gewährleisten. Die letzte Kohlegrube wurde 1995 geschlossen und eine über 200-jährige Geschichte wurde beendet.

Das Reiterdorf Ampflwang
Mit dem 1961 gelegten Grundstein, die Gemeinde Ampflwang als Tourismusgemeinde zu führen, waren die Anfänge getan, jedoch gab es noch vieles zu erledigen. Der erste Ortsprospekt wurde gedruckt, da rollten noch die „Hunt“ aus den Kohlegruben.
Über den Verschönerungsverein wurden Ruhebänke aufgestellt und die Ampflwanger etablierten sich mehr und mehr als Tourismusgemeinde. Viele Betriebe eröffneten ihre Türen für Urlauber.

Das Reitzentrum Hausruckhof
Das sogenannte „Obere Wirtshaus“ in Ampflwang war seit jeher im Besitz der Familie Mayr. Es ist darauf immer noch ein „Tavernenrecht“ eingetragen, welches aus dem Mittelalter stammt.
Der „alte“ Hausruckhof (heutiges Reitercamp) war bei den Urlaubsgästen sehr beliebt. Die Gäste kamen vorrangig zum Reiten. Es waren damals jedoch noch keine Islandpferde am Hof, sondern Warmblüter, Shettys, Haflinger sowie andere Rassen. Geritten wurde  am Sandplatz, welcher dem 1972 gebauten Sporthotel Parcours weichen musste. Die kleine Reithalle (heute auch noch kleine Reithalle), war die Reitstätte neben den zahlreichen Ausrittmöglichkeiten.
Ausgebaut wurde die Reitanlage mit einer zusätzlichen Reithalle (20x40m) welche später um das Reitercafé (heutige Reiterstub’n) und zusätzliche 20m verlängert wurde.
Die Islandpferde kommen!!! – Für die Islandpferde wurden zwei Laufstallungen errichtet. Auf dem Titelbild sind diese noch nicht vorhanden. Auf dem Titelbild sind lediglich der Stall I (Hauptstall) für die Warmblutpferde, die große Reithalle ohne Verlängerung sowie der Reitplatz (heutiger Sandplatz) erkennbar.

LEBEN bedeutet VERÄNDERUNG – Es ist interessant zu sehen, welche Veränderungen gemacht wurden. Die verschiedenen Gebäude in Ampflwang sowie am Hausruckhof erzählen unweigerlich eine Geschichte, man muss nur etwas lauschen!

Mein Tipp:

  • Ehemalige Kohlesortierung und Kohlebrecheranlagen wurden in Museen umgewandelt, um der langjährigen Geschichte gerecht zu werden
  • Themenwege in Ampflwang leiten die Besucher an geschichtlichen Stellen vorbei und auch im Ampflwanger Ort sind verschiedene Maschinen aus dem Kohlebergbau öffentlich ausgestellt.
  • Das Reitzentrum Hausruckhof / Sporthotel Parcours bietet bei genügend Nachfrage, gerne einen Spaziergang durch die Ampflwanger Geschichte an

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