Freundschaften im Reitercamp

Je älter ich werde, desto mehr erinnere ich mich an das Reitercamp zurück! Das Reitercamp ist in gewisser Weise die Verwirklichung eines Mädchentraumes am Ponyhof. Selber bin ich im Reitercamp gewesen, hab im Rahmen eines Reitercamps den Reiterpass gemacht, anschließend als Campbetreuerin gearbeitet und nun bin ich in der Organisation tätig.

Ich höre oft die Frage von Müttern, ob die Kinder, meist zwei beste Freundinnen, gemeinsam im Zimmer untergebracht sind… Ich antworte immer darauf, dass dies wahrscheinlich der wichtigste Punkt in einem Reitercamp-Aufenthalt ist. Wir würden niemals zwei Freundinnen trennen, wenn das Benehmen dementsprechend passt.

Freundschaften schließen
Wenn Kids alleine ins Reitercamp kommen, lernen sie meist gleich an den ersten Tagen andere Mädchen kennen, die das gleiche große Interesse an Pferden teilen. Nach dem Kennenlernabend am ersten Camptag ist sowieso das Eis gebrochen und die erste Scheu vor den anderen ist verschwunden.

Freundinnen im Reitercamp
Anna und Lena wachen am Dienstag morgens auf, noch bevor alle geweckt werden, sie besprechen den gemeinsamen Tag, den die Campbetreuerin am Vorabend angekündigt hat. Reitstunde für Fortgeschrittene ist dabei um 9.45 Uhr. Beide Mädchen reiten in der gleichen Gruppe, können ähnlich gut reiten und sind auch zuhause immer gemeinsam unterwegs. Sie ziehen sich an, am besten gleich die Reithose anziehen und erst am Abend wieder umziehen. Anna und Lena haben gemeinsam ein Pflegepferd, das sie nach der Reitstunde aus dem Stall holen dürfen und betreuen sollen. Anna fragt Lena, ob sie noch Gummiringe zum Zöpfeflechten hat, ihre hat sie leider zuhause vergessen. Lena antwortet ihr, sie habe noch genügend mit, da aber das Pflegepferd ein Wallach ist, sollten sie sowieso nicht zu viele Zöpfchen flechten.

Frühstücken
Die Betreuerin ruft alle Kids zum Frühstücken und gemeinsam gehen Sie in das angrenzende Hotel um zu frühstücken. Dabei gibt es alles um mit einer guten Stärkung an den Reitercamptag zu gehen. Beim Frühstücken werden nochmals die Uhrzeiten fürs Reiten bekannt gegeben, damit auch jeder pünktlich zur Reitstunde kommt.

Pferde holen und Reiten
Anna und Lena haben nun auch beim Frühstück das Pferd für die erste Reitstunde des heutigen Tages erfahren. Anna darf wieder auf Perla reiten und Lena hat für diese Stunde ein neues Pferd, Fengur, zugeteilt bekommen. Die Mädchen gehen gemeinsam vom Hotel aus in den Stall, dabei fragen sie sich, wie denn das neu eingeteilte Pferd wohl sein wird, welche Farbe es hat und wie es beim Reiten ist. Sie holen die beiden Pferde aus dem Stall, die Betreuerin merkt, dass die beiden keine Hilfe mehr benötigen und schließt nur noch das Stalltor hinter ihnen zu. Anna hat Perla aus dem Stutenstall geholt und führt die pechschwarze Stute zum Putzplatz, Lena hat Fengur etwas länger gesucht in dem Stall in dem die vielen Wallache stehen aber auch sie ist schließlich fündig geworden. Sie hat einen Fuchswallach bekommen, der ihr ganz brav zum Putzplatz folgt. Die beiden putzen die Pferde ausgiebig und beginnen zu satteln und zu zäumen. Die Betreuerinnen sind dabei immer vor Ort um den Kids zu helfen. Lena stellt fest, dass das Zaumzeug von Fengur nicht dort ist, wo es sein soll und hat von der Betreuerin, die sich gleich auf die Suche nach dem richtigen Zaumzeug gemacht hat, ein anderes Zaumzeug bekommen.
Die beiden kommen in die Reitstunde in die große Reithalle, die Reitlehrerin Melanie hilft den Mädels beim Aufsitzen, kontrolliert die Gurte und die Steigbügel und nach ein paar Minuten geht die Reitstunde los.

Anna kennt Perla bereits und weiß, dass sie eine etwas faulere Stute ist, die man gelegentlich etwas mehr treiben muss als andere Pferde. Lena ist noch nie auf Fengur gesessen und ist etwas nervös beim losreiten. Umsonst! – Fengur ist ein prima Pferd für Fortgeschrittene Reiter/innen. Er reagiert ganz fein auf die Hilfen und versucht es seinem Reiter immer recht zu machen.

Pflegepferd
Nach der Reitstunde bringen die beiden ihre Pferde in den Stall zurück, davor bekommen Perla und Fengur noch einen Leckerbissen, da sie ganz brav waren. Nachdem die beiden die Pferde in den Stall gebracht haben, dürfen sie bereits ihr zugeteiltes Pflegepferd aus dem Stall holen. Hrolfur mag es wenn er aus dem Stall geholt und geputzt wird. Der kleine feurigrote Fuchswallach kommt heute dran mit Hufpflege. Seine Hufe werden ausgekratzt und abgebürstet und anschließend abgewaschen. Das mit dem Wasser kommt dem kleinen Wallach am Anfang jedoch noch etwas komisch vor, er versucht den beiden Mädchen immer auszuweichen. Die Campbetreuerin sieht das und hilft Anna und Lena. Gemeinsam haben sie es nun geschafft, die Hufe sauber zu bekommen.

Nachmittag und Abend
Nach dem Mittagessen bereiten sich die beiden wieder auf den Ausritt am Nachmittag vor. Es geht eineinhalb Stunden lang durch den Hausruckwald. Nach dem Ausritt bekommen die beiden Ausreitpferde von den Mädchen noch etwas Kraftfutter und die Pferde freuen sich darauf. Maria, die Stallchefin hat ihnen verraten, wo das Kraftfutter gelagert wird. Am Nachmittag können Anna und Lena auswählen, ob sie Freundschaftsbänder basteln, Pflegepferde putzen, zum Swimming-Pool gehen oder ob sie den anderen Kindern im Reitercamp beim Auf- und Absatteln helfen wollen.
Die beiden beschließen, erst den anderen Kindern zu helfen und anschließend kurz in den Pool zu springen.

Um 18.00 Uhr gibt es Abendessen, die beide haben vom vielen Reiten und Helfen bereits ordentlich Hunger. Es gibt eine Grießnockerlsuppe und anschließend Hühnerkeule mit Gemüse und Reis. Anna ist Vegetarierin, für sie hat die Köchin ein Gemüserisotto vorbereitet. Als Nachtisch gibt es Früchtejoghurt. Nach dem Abendessen um 19.30 Uhr geht es ab zum gemeinsamen Abendprogramm, heute ist eine Party im Tipi-Park vorgesehen, davor können die beiden an der Rätselralley teilnehmen und anschließend im Tipi Knacker- und Stockbrotgrillen.

Die beiden freuen sich auf die nächsten Tage, sie können noch so viel machen, zeichnen, malen, basteln, Pferdeschmücken, schwimmen im Pool, beim Fackelausritt mitreiten, beim Zaumzeugwettbewerb mitmachen und beim Beauty-Nachmittag dabei sein.

So schaut eine Reitercamp-Woche mit der besten Freundin in Ampflwang aus, alle die ohne die beste Freundin verreisen, lernen andere Mädels kennen, die ebenfalls ohne die beste Freundin verreisen mussten. Jeder ist bei uns willkommen!

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